Consent-Teilung
Was ist Consent-Teilung?
Consent-Teilung bezeichnet die Möglichkeit, eine bereits getroffene Einwilligungsentscheidung über mehrere Domains oder Subdomains hinweg zu verwenden. Statt Nutzer auf jeder einzelnen Website erneut nach ihrer Einwilligung zu fragen, kann die Entscheidung auf verbundenen Websites berücksichtigt werden.
Im Englischen wird dafür häufig der Begriff „Cross Domain Sharing“ oder „Cross-Domain Consent Sharing“ verwendet. Gemeint ist, dass Consent-Informationen nicht nur auf einer einzelnen Domain gespeichert und genutzt werden, sondern in einem definierten Verbund mehrerer Domains zur Verfügung stehen.
Das kann besonders dann hilfreich sein, wenn ein Unternehmen mehrere Websites, Markenauftritte, Portale oder Landingpages betreibt und Nutzern eine konsistentere Einwilligungsverwaltung bieten möchte.
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Warum ist Consent-Teilung sinnvoll?
Viele Unternehmen betreiben nicht nur eine einzelne Website, sondern mehrere Domains oder Subdomains. Ohne Consent-Teilung kann es passieren, dass Nutzer auf jeder dieser Websites erneut ein Cookie-Banner sehen und ihre Entscheidung mehrfach treffen müssen.
Consent-Teilung kann diese Wiederholungen reduzieren. Nutzer treffen ihre Auswahl einmal und diese Auswahl kann auf weiteren verbundenen Domains berücksichtigt werden.
Das verbessert die Nutzererfahrung, weil Einwilligungsabfragen nicht unnötig oft erscheinen. Gleichzeitig kann es die Verwaltung für Website-Betreiber vereinfachen, weil Consent-Informationen strukturierter über mehrere digitale Angebote hinweg genutzt werden können.
Consent-Teilung bei mehreren Domains
Consent-Teilung ist besonders relevant, wenn mehrere Domains zusammengehören. Das kann zum Beispiel bei Unternehmensgruppen, Agenturprojekten, internationalen Websites, Markenportalen oder getrennten Produktseiten der Fall sein.
Ein Beispiel: Ein Unternehmen betreibt eine Hauptwebsite, ein Kundenportal und mehrere Landingpages auf unterschiedlichen Domains. Wenn diese Websites zusammengehören und technisch entsprechend eingerichtet sind, kann eine Consent-Teilung dazu beitragen, dass die Einwilligungsentscheidung nicht auf jeder Domain erneut abgefragt werden muss.
Wichtig ist dabei, dass klar definiert wird, zwischen welchen Domains der Consent geteilt werden soll. Die Teilung sollte nicht unkontrolliert erfolgen, sondern nur innerhalb eines bewusst festgelegten Domain-Verbunds.
Unterschied zwischen Subdomain und Domain
Eine Subdomain ist ein untergeordneter Bereich einer Hauptdomain, zum Beispiel shop.beispiel.de oder blog.beispiel.de. Eine eigenständige Domain wäre dagegen zum Beispiel beispiel-shop.de oder beispiel-portal.de.
Viele technische Lösungen können Consent relativ einfach zwischen Subdomains derselben Hauptdomain berücksichtigen. Eine Consent-Teilung über unterschiedliche Hauptdomains hinweg ist dagegen komplexer und benötigt eine spezielle technische Umsetzung.
CCM19 hebt hier hervor, dass Consent-Sharing nicht nur zwischen Subdomains möglich ist, sondern auch domainübergreifend. Das ist besonders für komplexere Webstrukturen relevant.
Consent-Teilung in CCM19
In CCM19 kann Consent über mehrere Domains und Subdomains hinweg geteilt werden. Die Funktion wird in der Dokumentation als „Consent-Teilung (Cross Domain Sharing)“ beschrieben.
Dazu werden die Domains, mit denen der Consent geteilt werden soll, in das entsprechende Feld eingetragen. CCM19 beschreibt außerdem, dass diese Teilung unabhängig von Third-Party-Cookies funktioniert.
Das ist wichtig, weil Third-Party-Cookies in vielen Browsern eingeschränkt oder blockiert werden. Eine Consent-Teilung sollte daher nicht darauf angewiesen sein, dass klassische Drittanbieter-Cookies zuverlässig funktionieren.
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Für wen ist Consent-Teilung relevant?
Consent-Teilung ist vor allem für Website-Betreiber sinnvoll, die mehrere zusammengehörige Websites betreiben. Je größer und komplexer die Webstruktur ist, desto wichtiger kann eine zentrale oder geteilte Einwilligungsverwaltung werden.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Unternehmenswebsites mit mehreren Domains
- Marken- und Produktwebsites
- Kundenportale und Hauptwebsites
- internationale Websites
- Agentur- und Kundenprojekte
- Landingpages und Kampagnenseiten
- Unternehmensgruppen mit mehreren Webauftritten
- Plattformen mit getrennten Bereichen
Für eine einzelne Website ist Consent-Teilung meist nicht erforderlich. Interessant wird sie vor allem dann, wenn Nutzer regelmäßig zwischen mehreren zusammengehörigen Domains wechseln.
Vorteile der Consent-Teilung
Consent-Teilung kann sowohl für Nutzer als auch für Website-Betreiber Vorteile bieten.
Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:
- weniger wiederholte Cookie-Banner auf zusammengehörigen Websites
- konsistentere Nutzererfahrung über mehrere Domains hinweg
- bessere Verwaltung von Einwilligungsentscheidungen
- einfachere Umsetzung bei komplexen Webstrukturen
- klare Zuordnung zusammengehöriger Domains
- bessere Skalierbarkeit bei mehreren Websites
- weniger manueller Aufwand bei größeren Setups
Gerade bei Unternehmensgruppen, Agenturen oder größeren Website-Strukturen kann Consent-Teilung dazu beitragen, Einwilligungsprozesse einheitlicher und nutzerfreundlicher zu gestalten.
Consent-Teilung und Datenschutz
Consent-Teilung sollte sorgfältig geplant werden, weil Einwilligungen immer verständlich, nachvollziehbar und zweckbezogen sein müssen. Nutzer sollten erkennen können, für welche Domains, Dienste und Zwecke ihre Entscheidung gilt.
Wichtig ist, dass die Teilung nicht dazu führt, dass Nutzer unbemerkt eine Einwilligung für völlig andere Angebote oder Zwecke erteilen. Der Domainverbund sollte transparent sein und zur tatsächlichen Website-Struktur passen.
Außerdem sollten die eingebundenen Dienste, Kategorien und Zwecke auf den verbundenen Domains zusammenpassen. Wenn eine Domain deutlich andere Dienste oder Verarbeitungszwecke nutzt, muss geprüft werden, ob eine gemeinsame Consent-Entscheidung noch sinnvoll und verständlich ist.
Technische Anforderungen
Damit Consent-Teilung funktioniert, müssen die beteiligten Domains technisch korrekt eingerichtet werden. Die Domains, zwischen denen der Consent geteilt werden soll, müssen in der Consent-Management-Lösung hinterlegt werden.
Zudem muss das Consent-Banner auf den jeweiligen Domains korrekt eingebunden sein. Nur dann kann die Einwilligungsentscheidung zuverlässig erkannt und berücksichtigt werden.
Bei CCM19 ist die Funktion laut Dokumentation in Business- und Enterprise-Tarifen sowie der Agency-Variante verfügbar.
Abgrenzung zu Cookie-Synchronisierung
Consent-Teilung sollte nicht mit Cookie-Synchronisierung im Werbeumfeld verwechselt werden. Bei Cookie-Synchronisierung geht es häufig darum, Nutzerkennungen zwischen Werbepartnern oder Tracking-Systemen abzugleichen.
Consent-Teilung verfolgt einen anderen Zweck: Sie soll eine Einwilligungsentscheidung innerhalb definierter, zusammengehöriger Websites nutzbar machen. Es geht also um die Verwaltung der Nutzerentscheidung, nicht um das Zusammenführen von Tracking-Profilen.
Diese Abgrenzung ist wichtig, weil Consent-Teilung transparent und kontrolliert erfolgen sollte. Nutzerentscheidungen sollen respektiert und nicht für zusätzliche verdeckte Datenabgleiche genutzt werden.
Gute Praxis bei Consent-Teilung
Eine gute Umsetzung der Consent-Teilung beginnt mit einer klaren Planung. Website-Betreiber sollten festlegen, welche Domains zusammengehören und warum eine gemeinsame Einwilligungsverwaltung sinnvoll ist.
Außerdem sollten die Hinweise im Cookie-Banner und in den Datenschutzinformationen verständlich machen, wenn eine Einwilligung über mehrere Domains hinweg gilt.
Hilfreich ist es auch, regelmäßig zu prüfen, ob die verbundenen Domains, Dienste und Zwecke noch aktuell sind. Wenn neue Domains hinzukommen oder bestehende Angebote verändert werden, sollte auch die Consent-Teilung überprüft werden.
Einsatzbereiche der Consent-Teilung
Consent-Teilung wird vor allem dort eingesetzt, wo mehrere Websites oder Portale zusammenarbeiten und Nutzer zwischen diesen Angeboten wechseln.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Unternehmensgruppen mit mehreren Domains
- internationale Länder-Websites
- Marken- und Produktportale
- Kundenportale
- Kampagnenseiten
- Landingpage-Strukturen
- Agentur-Setups
- Hoster- und Mandantenstrukturen
- größere Consent-Management-Projekte
Richtig umgesetzt kann Consent-Teilung dazu beitragen, Einwilligungsprozesse über mehrere Domains hinweg konsistenter, verständlicher und nutzerfreundlicher zu gestalten.
