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Google CMP

Was ist die Google CMP?

Die Google CMP ist Googles eigene Lösung zur Einwilligungsverwaltung im Umfeld seiner Werbe- und Publisher-Dienste. CMP steht für „Consent Management Platform“, also ein System, mit dem Einwilligungen von Nutzern abgefragt, verwaltet und technisch an nachgelagerte Dienste weitergegeben werden.

Der Begriff wird auf zwei Arten verwendet, die man auseinanderhalten sollte:

Zum einen bezeichnet „die Google CMP“ ein konkretes Google-Eigenprodukt. Es findet sich in Google Ad Manager, Google AdSense und Google AdMob im Bereich „Datenschutz & Meldungen“ beziehungsweise „Privacy & messaging“. Google selbst spricht in seiner Dokumentation ausdrücklich von „der Google CMP“. Sie erscheint Nutzern als Dialogmeldung, in der sie zustimmen, ablehnen oder einzelne Optionen verwalten können, und unterstützt sowohl europäische Regularien als auch Datenschutzmeldungen für US-Bundesstaaten.

Zum anderen wird „Google CMP“ umgangssprachlich als Sammelbegriff für CMP-Lösungen genutzt, die mit Google-Produkten und Googles Consent-Anforderungen zusammenarbeiten, etwa mit dem Google Consent Mode oder dem Google Tag Manager.

In beiden Fällen gilt: Die Google CMP ist keine allgemeine Bezeichnung für jedes beliebige Cookie-Banner, sondern bezieht sich entweder auf Googles eigenes Produkt oder auf CMPs, die auch für das Google-Ökosystem ausgelegt sind.

 

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Wofür wird die Google CMP verwendet?

Die Google CMP wird verwendet, um Einwilligungen für bestimmte Datenverarbeitungen im Zusammenhang mit Google-Diensten einzuholen. Das betrifft besonders Websites und Apps, die Werbung ausspielen, Conversions messen oder Analyse- und Marketingdienste von Google einsetzen.

Nutzer können über eine Consent-Meldung angeben, ob sie bestimmten Zwecken zustimmen oder nicht. Diese Entscheidung kann anschließend von Google-Diensten berücksichtigt werden.

Im Bereich Google Ad Manager hilft die Einwilligungsverwaltung zum Beispiel dabei, Anforderungen für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum, im Vereinigten Königreich und in der Schweiz umzusetzen. Google nennt dabei drei Möglichkeiten: die Google-CMP, eine Drittanbieter-CMP oder einen eigenen Consent-Dialog.

Ein zentraler Zusammenhang besteht zwischen einer CMP und dem Google Consent Mode. Der Consent-Mode sorgt dafür, dass die getroffene Einwilligungsentscheidung an Google-Tags übermittelt wird.

Google beschreibt den Ablauf so: Ein Nutzer besucht eine Website, trifft im CMP-Banner eine Auswahl und diese Information wird über die CMP mithilfe des Einwilligungsmodus an das Google-Tag gesendet. Das Google-Tag passt sein Verhalten anschließend entsprechend an.

Das bedeutet: Die CMP fragt die Einwilligung ab. Der Consent-Mode sorgt dafür, dass diese Entscheidung technisch an Google-Dienste übergeben wird.

Google CMP Partner Program

Das Google-CMP-Partnerprogramm richtet sich an Werbetreibende, die nach CMP-Partnern suchen, die eine Integration für den Google Consent Mode und den Google Tag Manager anbieten. Google beschreibt diese Partner als CMP-Anbieter, die bei der Einrichtung von Cookie-Einwilligungsbannern und bei der technischen Weitergabe der Einwilligungsentscheidung unterstützen.

Google vergibt außerdem ein Partner-Logo an CMP-Partner, die den Consent Mode und Google Tag Manager integriert haben. Dadurch sollen Implementierungen vereinfacht und technische Herausforderungen reduziert werden.

Die gelisteten Partner werden von Google in die Kategorien Bronze, Silver und Gold eingeordnet. Nach Google fließen dabei unter anderem Kriterien wie Kundensupport und die Einfachheit der technischen Integration ein.

Wichtig zur Einordnung: Für Werbetreibende ist die Teilnahme an diesem Programm keine Pflicht. Nach Googles eigener Angabe können Advertiser auch eine CMP nutzen, die noch kein Partner ist, um den Consent Mode einzusetzen und die EU-Consent-Anforderungen zu erfüllen. Die Bronze-, Silver- und Gold-Einordnung ist also ein Empfehlungs- und Kennzeichnungssystem, keine Zugangsvoraussetzung.

Anders liegt der Fall bei Publishern: Dort ist eine zertifizierte CMP unter bestimmten Bedingungen verpflichtend.

Unterschied zwischen Google CMP und Google-zertifizierter CMP

Die Begriffe „Google CMP“ und „Google-zertifizierte CMP“ werden häufig ähnlich verwendet, sollten aber unterschieden werden.

Die Google CMP ist Googles eigenes Produkt zur Einwilligungsverwaltung, das über „Datenschutz & Meldungen“ in Google Ad Manager, AdSense und AdMob bereitgestellt wird.

„Google-zertifiziert“ ist dagegen eine Eigenschaft, die eine CMP erfüllen kann. Google prüft CMPs gegen eigene Kriterien mit Fokus auf die TCF-Konformität und nimmt sie bei erfolgreicher Prüfung in seine Liste zertifizierter CMPs auf. Diese Zertifizierung sagt etwas über die technische Prüfung aus, nicht über die Herkunft der Lösung.

Zertifizierte CMPs stammen überwiegend von unabhängigen Anbietern. CCM19 etwa ist eine von Google zertifizierte CMP, aber kein Google-Produkt, sondern wird eigenständig entwickelt und betrieben.

Umgekehrt ist auch Googles eigene Meldung für europäische Regularien gemäß der TCF-Anforderung zertifiziert, und Publisher mit einer eigenen CMP können sich um eine Zertifizierung bewerben. „Zertifiziert“ und „Drittanbieter“ sind also nicht dasselbe.

Für Publisher, die Google AdSense, Google Ad Manager oder AdMob nutzen, gelten besondere Anforderungen. Google verlangt in diesen Fällen eine von Google zertifizierte CMP, die mit dem IAB Transparency and Consent Framework verbunden ist, sobald personalisierte Anzeigen ausgeliefert werden: für den EWR und das Vereinigte Königreich seit dem 16. Januar 2024, für die Schweiz seit dem 31. Juli 2024.

Wird diese Anforderung nicht erfüllt, sind keine personalisierten Anzeigen möglich.

 

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Aufgaben einer Google CMP

Eine Google CMP oder eine passende CMP-Integration soll Nutzerentscheidungen technisch nutzbar machen. Sie ist damit mehr als ein reines Hinweisbanner.

Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:

  • Anzeige einer Einwilligungsabfrage
  • Information über Zwecke und Datenverarbeitungen
  • Erfassung der Nutzerauswahl
  • Weitergabe der Consent-Signale an Google-Dienste
  • Unterstützung des Google Consent Mode
  • gegebenenfalls Unterstützung des IAB TCF
  • Berücksichtigung von Zustimmung, Ablehnung oder individuellen Einstellungen
  • Anpassung des Verhaltens von Google-Tags an die getroffene Auswahl

Damit die CMP korrekt funktioniert, muss sie richtig eingerichtet und mit den eingesetzten Google-Diensten verbunden werden.

Google CMP und Datenschutz

Eine Google CMP kann dabei unterstützen, Einwilligungen strukturiert einzuholen und an Google-Dienste weiterzugeben. Sie ersetzt jedoch keine rechtliche Prüfung und macht eine Website nicht automatisch datenschutzkonform. Google weist zudem darauf hin, dass eine Zertifizierung sich auf die TCF-Konformität bezieht und keine Prüfung auf vollständige Einhaltung des TCF oder der geltenden Datenschutzgesetze darstellt.

Wichtig ist, dass Nutzer klar verstehen, wozu sie ihre Einwilligung geben. Die Informationen sollten verständlich sein, und die Auswahlmöglichkeiten sollten fair und transparent dargestellt werden.

Auch die technische Umsetzung ist entscheidend. Google-Dienste sollten so eingebunden werden, dass die übermittelte Einwilligungsentscheidung korrekt berücksichtigt wird.

Einsatzbereiche der Google CMP

Die Google CMP wird überall dort relevant, wo Google-Dienste auf Einwilligungsinformationen angewiesen sind oder Google bestimmte Anforderungen an die Einwilligungsverwaltung stellt.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Publisher-Websites mit Google Ad Manager
  • Websites mit Google AdSense
  • Apps mit Google AdMob
  • Websites mit Google Ads Conversion-Tracking
  • Websites mit Google Analytics
  • Setups mit Google Tag Manager
  • Kampagnen- und Landingpages
  • Medienangebote mit personalisierter Werbung
  • Online-Shops mit Conversion-Messung

Eine Google CMP ist damit vor allem ein Werkzeug, um Einwilligungen im Google-Ökosystem technisch sauber zu erfassen und weiterzugeben. Entscheidend ist dabei immer, ob die konkrete Lösung zum eingesetzten Google-Dienst und zum jeweiligen Anwendungsfall passt.

CCM19 als zertifizierte Alternative

Wer keine Google-eigene CMP einsetzen möchte, kann eine von Google zertifizierte Drittanbieter-Lösung verwenden. CCM19 ist eine solche zertifizierte CMP und TCF-v2.3- und Google-Consent-Mode-v2-fähig.

CCM19 wird vollständig in Deutschland gehostet und lässt sich auf Wunsch komplett auf eigener Infrastruktur betreiben. Für Betreiber, die Datenübermittlungen in die USA vermeiden oder die Kontrolle über die Consent-Daten behalten wollen, ist das ein wichtiger Punkt, gerade im Vergleich zu Googles eigener CMP und zu vielen US-basierten Anbietern.

Die Google-Anforderungen wie Consent Mode und TCF sind mit CCM19 erfüllbar. Die Abgrenzung erfolgt vor allem über Hosting-Standort, Datenhoheit und die Self-Hosting-Option.