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Hybrides Tracking

Was ist hybrides Tracking?

Hybrides Tracking bezeichnet die Kombination aus clientseitigem und serverseitigem Tracking. Dabei werden Daten über das Verhalten von Besuchern teilweise im Browser beziehungsweise auf dem Endgerät und teilweise über einen Server erfasst oder verarbeitet.

Das Verfahren verbindet damit zwei unterschiedliche Tracking-Ansätze. Clientseitige Komponenten können etwa Seitenaufrufe, Klicks oder andere Interaktionen erkennen. Die erfassten Informationen werden anschließend an einen eigenen Tracking-Server übermittelt, dort verarbeitet und gegebenenfalls an Analyse- oder Marketingdienste weitergeleitet.

Der Begriff wird allerdings nicht immer einheitlich verwendet. Je nach Anbieter kann hybrides Tracking auch bedeuten, dass bestimmte Ereignisse parallel sowohl über den Browser als auch direkt vom Server an einen Dienst übertragen werden.

 

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Wie funktioniert hybrides Tracking?

Beim klassischen clientseitigen Tracking werden Tracking-Skripte im Browser des Besuchers ausgeführt. Die erhobenen Daten werden häufig direkt vom Endgerät an einen Analyse- oder Werbedienst gesendet.

Beim serverseitigen Tracking erfolgt die Verarbeitung oder Weiterleitung dagegen über eine Server-Infrastruktur des Websitebetreibers. Beim hybriden Tracking werden beide Verfahren miteinander verbunden. Der Browser erkennt unter anderem eine Interaktion und sendet die zugehörigen Informationen zunächst an einen eigenen Server. Dieser kann die Daten prüfen, bearbeiten und anschließend kontrolliert an weitere Systeme übertragen.

Ein typischer Ablauf kann folgendermaßen aussehen:

  • Ein Besucher ruft eine Website auf
  • Ein clientseitiges Skript erkennt einen Seitenaufruf oder eine Interaktion
  • Die erfassten Daten werden an einen eigenen Tracking-Endpunkt gesendet
  • Der Server prüft und verarbeitet die Informationen
  • Nur die vorgesehenen Daten werden an angebundene Analyse- oder Marketingplattformen weitergegeben

Welche Schritte tatsächlich stattfinden, hängt von der technischen Umsetzung und den verwendeten Diensten ab.

Welche Daten können hybrid erfasst werden?

Hybrides Tracking kann für unterschiedliche Arten von Ereignissen eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Seitenaufrufe
  • Klicks auf Schaltflächen oder Links
  • abgeschickte Formulare
  • Käufe und Bestellungen
  • Warenkorbaktionen
  • Registrierungen
  • heruntergeladene Dateien
  • Kampagnen- und Conversion-Daten

Einige Informationen entstehen unmittelbar im Browser. Andere Daten liegen bereits im Shop-, Kunden- oder Serversystem vor. Durch die Kombination beider Quellen können Ereignisse zusammengeführt und für Analyse- oder Marketingzwecke verarbeitet werden.

Warum wird hybrides Tracking eingesetzt?

Rein clientseitiges Tracking kann durch Browsereinstellungen, Tracking-Schutzfunktionen, Adblocker oder technische Einschränkungen beeinflusst werden. Rein serverseitiges Tracking kann dagegen nicht jede Interaktion im Browser ohne zusätzliche clientseitige Signale erkennen.

Hybrides Tracking soll die Vorteile beider Ansätze verbinden. Browserbasierte Komponenten erfassen Interaktionen auf der Website, während eine serverseitige Verarbeitung mehr Kontrolle über die Weiterleitung der Daten ermöglicht.

Mögliche Vorteile sind:

  • bessere Kontrolle über übermittelte Daten
  • zentrale Verarbeitung verschiedener Datenquellen
  • Filterung oder Anpassung von Informationen vor der Weitergabe
  • geringere direkte Kommunikation zwischen Browser und Drittanbietern
  • stabilere Erfassung bestimmter Ereignisse
  • Kombination von Website- und Backend-Daten
  • weniger Tracking-Skripte von Drittanbietern im Browser

Ob diese Vorteile tatsächlich erreicht werden, hängt von der konkreten technischen Umsetzung ab.

Unterschied zwischen clientseitigem, serverseitigem und hybridem Tracking

Beim clientseitigen Tracking erfolgt die Datenerfassung hauptsächlich im Browser des Besuchers. Tracking-Skripte erkennen Ereignisse und senden die Informationen in der Regel direkt an den jeweiligen Anbieter.

Beim serverseitigen Tracking werden Ereignisse durch einen Server erfasst, verarbeitet oder weitergeleitet. Dies kann beispielsweise bei Bestellungen geschehen, die direkt im Shopsystem registriert werden.

Hybrides Tracking kombiniert beide Verfahren. Browserdaten und serverseitig vorhandene Informationen können gemeinsam genutzt oder über eine zentrale Server-Infrastruktur verarbeitet werden.

  • Clientseitiges Tracking: Der Browser sendet Daten direkt an einen Analyse- oder Werbedienst.
  • Serverseitiges Tracking: Ein Server erfasst oder übermittelt Daten an den jeweiligen Dienst.
  • Hybrides Tracking: Browser und Server wirken bei der Erfassung und Verarbeitung zusammen.

 

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Hybrides Tracking und Datenqualität

Durch die Kombination mehrerer Datenquellen kann hybrides Tracking dazu beitragen, Ereignisse vollständiger zu erfassen. Beispielsweise kann ein Kauf sowohl im Browser als auch im Shopsystem erkannt werden.

Werden Ereignisse über mehrere Wege übertragen, muss jedoch verhindert werden, dass sie doppelt gezählt werden. Dazu können eindeutige Ereigniskennungen verwendet werden. Das angebundene System erkennt damit, dass zwei Meldungen zum selben Vorgang gehören und berücksichtigt das Ereignis nur einmal.

Diese sogenannte Deduplizierung ist insbesondere relevant, wenn Browser- und Serverereignisse parallel an eine Analyse- oder Werbeplattform gesendet werden.

Ist hybrides Tracking automatisch datenschutzfreundlicher?

Hybrides Tracking ist nicht automatisch datenschutzkonform oder einwilligungsfrei. Auch bei einer serverseitigen Verarbeitung können personenbezogene oder personenbeziehbare Daten erhoben, gespeichert und an externe Anbieter übermittelt werden.

Entscheidend sind unter anderem:

  • welche Daten erfasst werden
  • zu welchem Zweck die Verarbeitung erfolgt
  • ob Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder ausgelesen werden
  • an welche Empfänger die Daten übermittelt werden
  • wie lange die Daten gespeichert bleiben
  • ob eine wirksame Einwilligung oder eine andere Rechtsgrundlage vorliegt
  • wie die Verarbeitung in den Datenschutzinformationen beschrieben wird

Eine serverseitige Weiterleitung kann dem Websitebetreiber mehr technische Kontrolle geben. Sie ersetzt jedoch weder eine datenschutzrechtliche Prüfung noch eine gegebenenfalls notwendige Einwilligung.

Eine Consent-Management-Plattform kann dafür sorgen, dass einwilligungspflichtige Tracking-Vorgänge erst nach einer entsprechenden Einwilligung des Besuchers ausgeführt werden.

Bei einem hybriden Tracking-System muss die Einwilligungsentscheidung an alle beteiligten Komponenten übermittelt und dort berücksichtigt werden. Das betrifft sowohl clientseitige Skripte als auch serverseitige Prozesse.

Widerspricht ein Besucher der Verarbeitung oder widerruft er seine Einwilligung, darf nicht lediglich das Skript im Browser deaktiviert werden. Auch die serverseitige Übertragung der betroffenen Daten muss entsprechend gesteuert werden.

Was ist bei der Einrichtung zu beachten?

Hybrides Tracking ist in der Regel komplexer als eine ausschließlich clientseitige Einbindung. Neben den Tracking-Skripten auf der Website müssen ein Server-Endpunkt, die Datenverarbeitung und die Weiterleitung an angebundene Dienste eingerichtet werden.

Besonders wichtig sind:

  • eine klar definierte Datenstruktur
  • eine korrekte Zuordnung der Ereignisse
  • die Vermeidung doppelter Conversions
  • die Berücksichtigung der Einwilligungsentscheidung
  • die Beschränkung auf tatsächlich benötigte Daten
  • sichere Übertragungswege
  • regelmäßige technische Kontrollen
  • eine nachvollziehbare Dokumentation

Außerdem sollte geprüft werden, ob die übermittelten Daten mit den Angaben in der Datenschutzerklärung und den Einstellungen des Cookie-Banners übereinstimmen.

Fazit

Hybrides Tracking verbindet clientseitige und serverseitige Methoden der Datenerfassung. Interaktionen können im Browser erkannt und anschließend über eine eigene Server-Infrastruktur verarbeitet oder an Analyse- und Marketingdienste weitergegeben werden.

Das Verfahren kann eine stabilere Datenerfassung und eine bessere Kontrolle über Datenflüsse ermöglichen. Es ist jedoch technisch anspruchsvoller und nicht automatisch datenschutzkonform. Entscheidend ist, welche Daten verarbeitet werden, wie die Einwilligungsentscheidung berücksichtigt wird und an welche Anbieter Informationen übertragen werden.