Zwangsreset
Was ist ein Zwangsreset?
Ein Zwangsreset sorgt dafür, dass eine bereits abgegebene Einwilligungsentscheidung eines Website-Besuchers ab einem festgelegten Zeitpunkt nicht mehr verwendet wird. Der Besucher muss anschließend erneut entscheiden, welchen Cookies, Skripten und Diensten er zustimmen möchte.
Bei einer Consent-Management-Plattform kann ein solcher Reset sinnvoll sein, wenn sich die eingesetzten Dienste oder die Bedingungen der Datenverarbeitung wesentlich geändert haben. Statt eine frühere Zustimmung weiterhin zu berücksichtigen, wird das Cookie-Banner erneut angezeigt und eine neue Entscheidung eingeholt.
CCM19 ermöglicht es, einen frei bestimmbaren Zeitpunkt für einen solchen Zwangsreset des Cookie-Consents festzulegen.
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Wie funktioniert ein Zwangsreset?
Besucht ein Nutzer eine Website mit einem Cookie-Banner, wird seine Auswahl üblicherweise für einen bestimmten Zeitraum gespeichert. Dadurch muss er nicht bei jedem Seitenaufruf erneut eine Entscheidung treffen.
Wird ein Zwangsreset eingerichtet, werden bestehende Einwilligungen ab einem bestimmten Zeitpunkt als nicht mehr ausreichend behandelt. Beim nächsten Besuch muss der Nutzer seine Auswahl erneut treffen.
Dabei wird nicht zwangsläufig die gesamte technische Konfiguration der Consent-Management-Plattform zurückgesetzt. Der Begriff bezieht sich vielmehr auf die gespeicherte Consent-Entscheidung des Besuchers.
Wann kann ein Zwangsreset sinnvoll sein?
Ein Zwangsreset kann insbesondere dann eingesetzt werden, wenn eine bestehende Einwilligung nicht mehr zur aktuellen Konfiguration der Website passt. Mögliche Anwendungsfälle sind beispielsweise:
- neue Tracking- oder Marketingdienste
- wesentliche Änderungen an bestehenden Diensten
- Änderungen der Verarbeitungszwecke
- eine überarbeitete Consent-Konfiguration
- größere Änderungen am Cookie-Banner
- Änderungen, aufgrund derer eine erneute Einwilligung erforderlich ist
Ob tatsächlich eine neue Einwilligung benötigt wird, hängt jedoch von der jeweiligen Änderung und den rechtlichen Rahmenbedingungen ab.
Zwangsreset bei CCM19
In CCM19 kann ein Datum festgelegt werden. Alle Einwilligungen, die vor diesem Datum erteilt wurden, verlieren ihre Gültigkeit. Dadurch lassen sich ältere Einwilligungen gezielt zurücksetzen, beispielsweise wenn sich die Consent-Konfiguration oder die eingesetzten Dienste wesentlich geändert haben.
Besucht ein Nutzer mit einem betroffenen Consent die Website nach dem Zwangsreset erneut, wird ihm das Cookie-Banner wieder angezeigt. Erst bei diesem nächsten Besuch kann er eine neue Einwilligungsentscheidung treffen.
So lässt sich festlegen, welche bestehenden Consents nicht mehr berücksichtigt werden sollen, ohne bestimmen zu müssen, wann der jeweilige Nutzer die Website erneut besucht.
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Unterschied zwischen Zwangsreset und Ablauf einer Einwilligung
Ein Zwangsreset und das reguläre Ablaufen einer Einwilligung haben zwar ein ähnliches Ergebnis, funktionieren jedoch unterschiedlich.
Beim regulären Ablauf wird eine Einwilligung für eine festgelegte Dauer gespeichert. Ist dieser Zeitraum verstrichen, wird erneut nach einer Entscheidung gefragt.
Ein Zwangsreset wird dagegen bewusst zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgelöst. Dadurch können auch Einwilligungen erneut abgefragt werden, deren reguläre Speicherdauer eigentlich noch nicht abgelaufen wäre.
Ein Beispiel: Eine Einwilligung ist für mehrere Monate gültig. Wird zwischenzeitlich die Consent-Konfiguration wesentlich verändert und ein Zwangsreset festgelegt, kann bereits beim nächsten Besuch eine erneute Abfrage erfolgen.
Werden beim Zwangsreset alle Einstellungen gelöscht?
Der Zwangsreset betrifft grundsätzlich die bisherige Consent-Entscheidung des Besuchers. Einstellungen der Website oder die Konfiguration der in der Consent-Management-Plattform hinterlegten Dienste werden dadurch nicht zurückgesetzt.
Websitebetreiber müssen die eingerichteten Cookies, Skripte, Embeddings oder Kategorien daher nicht erneut konfigurieren. Vielmehr wird dafür gesorgt, dass der Besucher auf Basis der aktuellen Konfiguration eine neue Einwilligungsentscheidung trifft.
Warum kann eine erneute Einwilligung wichtig sein?
Eine Einwilligung bezieht sich auf bestimmte Verarbeitungsvorgänge und Zwecke. Ändern sich diese erheblich, kann eine ältere Zustimmung möglicherweise nicht mehr alle aktuellen Vorgänge abdecken.
Eine erneute Abfrage sorgt dafür, dass Besucher die aktuelle Auswahl an Diensten und Verarbeitungszwecken sehen und auf dieser Grundlage entscheiden können.
Ein Zwangsreset sollte allerdings nicht ohne Anlass oder in sehr kurzen Abständen eingesetzt werden. Häufig wiederkehrende Cookie-Banner können die Nutzerfreundlichkeit beeinträchtigen.
Was ist beim Zwangsreset zu beachten?
Vor einem Zwangsreset sollte zunächst geprüft werden, ob eine erneute Consent-Abfrage tatsächlich erforderlich oder sinnvoll ist. Nicht jede kleine Änderung an einer Website macht automatisch eine neue Einwilligung notwendig.
Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass das Cookie-Banner zum Zeitpunkt des Resets aktuell ist. Dazu gehören insbesondere:
- die hinterlegten Dienste
- die beschriebenen Verarbeitungszwecke
- die Cookie- und Skriptinformationen
- die Anbieterinformationen
- die Kategorien und Auswahlmöglichkeiten
- die Texte innerhalb des Cookie-Banners
So kann sichergestellt werden, dass Nutzer ihre neue Entscheidung auf Grundlage der aktuellen Informationen treffen.
Fazit
Ein Zwangsreset setzt bestehende Consent-Entscheidungen ab einem festgelegten Zeitpunkt zurück und fordert Website-Besucher dazu auf, ihre Auswahl erneut zu treffen.
Die Funktion kann insbesondere nach wesentlichen Änderungen an Tracking-Diensten, Verarbeitungszwecken oder der Consent-Konfiguration sinnvoll sein. In CCM19 lässt sich dafür ein Zeitpunkt bestimmen, ab dem eine zuvor erteilte Einwilligung neu eingeholt werden muss.
